Chorleiterin

Boryana Velichkova

Dirigentin Boryana Velichkova wurde 1977 in Bulgarien in einer musikalischen Familie geboren.

Bereits im jungen Alter von 5 Jahren begann Frau Velichkova ihre musikalische Ausbildung unter der markanten bulgarischen Dirigentin Prof. Dr. Veneta Viceva. Sie wurde in jener Zeit in Klavier und Gesang unterrichtet und die Jahre unter der Betreuung von Prof. Viceva sollten entscheidend für Frau Velichkovas Entschluss werden, eine musikalische Laufbahn einzuschlagen.

So war es für Frau Velichkova später naheliegend, sich für ihr Studium an der renommierten Musikakademie in Plovdiv, Bulgarien, in den Fächern Chorleitung, Klavier und Gesang einzuschreiben. Während ihrer Zeit in Plovdiv konnte sie als Mitglied des dortigen, preisgekrönten Frauenkonzertchores die heute so wertvollen Erfahrungen als Sängerin und Chorleiterin sammeln. Sie schloss am Ende ihres Studiums ihren Master in Chorleitung unter der Leitung des weltweit renommierten Chorleiters Prof.Tschetinjan und Klavier unter der Pianistin Prof.Roksana Bogdanova ab.

Im Jahr 2004 gründete Frau Velichkova den Bulgarischen orthodoxen Chor in Berlin. Unter ihrer Leitung gewann der Chor mehrere Auszeichnungen auf europäischen Festivals für geistliche Chormusik und wurde zu einem der führenden Kammerchöre Berlins.
Im Jahr 2009 gründete sie zudem den Folklorechor Bulgarian Voices Berlin und konnte aufgrund ihrer leidenschaftlichen Arbeit auch mit diesem auf internationalen Chorfestivals bestechen und prämiert werden.
Auch in der musikalischen Nachwuchsförderung ist Frau Velichkova mit dem 2012 gegründeten Kinderchor Musikatu an der Musikschule Bach, Berlin, aktiv. Mit einem umfangreichen, liebevoll gestalteten Repertoire von Liedern aus aller Welt führt sie Kinder von 4 bis 12 Jahren an die fantastische Welt der Musik heran und vermittelt ganz nebenbei auch gelebte Integration.

Ebenfalls im Jahr 2012 wurde Frau Velichkova klar, dass die in der Weltmetropole Berlin weitestgehend unbekannte bulgarische Musik nur durch für die breite Öffentlichkeit angelegte Projekte an Bekanntheit gewinnen könne. Seitdem realisiert sie auf eigene Faust und – mit zunehmendem Erfolg – auch mit Unterstützung des Chorverbandes Berlin und des Berliner Senats regelmäßig große Konzerte in den größeren Konzertsälen Berlins wie der Berliner Philharmonie und dem Konzertsaal der Universität der Künste. 2015 fasste sie dann erstmals den Mut, der berühmten bulgarischen Rhodopen-Sängerin Neli Andreeva eine Zusammenarbeit in einem Konzertprojekt in Berlin vorzuschlagen – und war damit derartig erfolgreich, dass sich weitere Kooperationen mit Georgie Andreev, Nikolay Peev und vielen weiteren bulgarischen Komponisten mit exklusiv für ihre Chöre komponierter Musik anschlossen.

Frau Velichkova gibt neben ihrem Wirken als Chorleiterin auch Unterricht in Gesang und Klavier und veranstaltet Seminare und Workshops zur bulgarischen Gesangstechnik und Chorleitung.